Das Leben eingehend betrachtend, ist es möglich, alles was ist, klar zu sehen. Von nichts versklavt, ist es möglich, von allen Begierden abzulassen. Das Ergebnis ist ein Leben voller Freunde und Frieden.
Gute Gemeinschaft gilt im Buddhismus als die halbe Praxis. Diese Weisheiten erinnern daran, wie sehr wir einander brauchen — und wie viel wir einander geben können.
Ein süßes Wort erfrischt oft mehr als Wasser und Schatten.
Wenn Du mit lieben Freunden streitest, beziehe Dich nur auf die aktuelle Situation - lass die Vergangenheit ruhen.
Was ist ein Feind? Ein Feind ist jemand, der uns an Leben, Körper, Besitz, Familie und Freunden zu schaden sucht - kurz an allem, was unser Glück ausmacht. Der wahre Feind ist also die Böswilligkeit.
Freunde, echte Freunde fühlen sich von der Warmherzigkeit angezogen, nicht von Geld oder Macht. Ein echter Freund sieht Dich als menschliches Wesen, als Bruder oder Schwester, und er zeigt Zuneigung auf dieser Ebene, gleichgültig ob ihr Reich oder Arm, oder in einer hohen Position seid. Das ist ein wirklicher Freund.
In unserem Tal haben wir einige Freunde, die wir lieben, einige Feinde, die wir hassen, und um den ganzen Rest kümmern wir uns nicht. Diese verzerrte und begrenzte Sichtweise der Menschen bringt unablässig Anhaften und Agressivität hervor.
Wenn wir ausschließlich unseren Freunden gegenüber Nähe empfinden, nicht aber gegenüber schwierigen Personen oder Feinden, oder den unzähligen Menschen, die uns persönlich unbekannt oder gleichgültig sind, dann ist unser Mitgefühl parteiisch. Echtes Mitgefühl basiert auf der Einsicht, dass andere das gleiche Recht darauf haben, glücklich zu sein, wie man selbst. Der andere, den wir als Feind betrachten, ist ein Mensch wie wir, der ebenfalls glücklich sein möchte, genauso wie wir. Wenn man davon ausgeht eine ehrliche Sorge entwickelt, sie sich ausnahmslos auf alle Wesen erstreckt, egal, ob die Einstellung des anderen einem selbst gegenüber freundlich oder feinselig ist, wir das das Mitgefühl bezeichnet.
Warum sind wir oft entäuscht, ängstlich oder unzufrieden? Weil wir sehr hohe Erwartungen haben. Gesundheit, Freiheiten, Freunde, Schönheit, materiellen Wohlstand, wir können nie genug davon bekommen, setzen die Ansprüche immer höher und merken nicht, dass wir dadurch immer schwerer glücklich zu machen sind. Genügsamkeit ist das Zauberwort. Ohne sie ist keiner je zu befriedigen, aber mit ihr können uns Neid, Missgunst, Unzufriedenheit und Habgier nichts mehr anhaben. Es ist ein Gefühl großer Freiheit, wenn man Genügsamkeit empfindet. Nagarjuna, der indische Denker sagt: "Derjenige, der die Zufriedenheit kennt, ist wahrhaft reich, auch ohne materielle Besitztümer."
Wähle Deine Freunde nach ihrer seelischen Qualität aus, auch wenn sie Deine eigenen Hoffnungen und dein Bestreben nicht teilen. Bleibe nicht allein. Du brauchst eine größere, menschliche Familie, um dein Herz öffnen und Dich befreien zu können. Betrachte sie als Brüder und Schwestern, mit denen Du ein Geheimnis teilst.
Nichts ist besser verkauft, als was man einem echten Freunde, der bedürftig ist, schenkt.