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Buddhistische Weisheiten 2500 Jahre Buddhismus
Meister & Lehrer

Nāgārjuna

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Nāgārjuna

Nāgārjuna (ca. 150–250 n. Chr.) war ein indisch-buddhistischer Philosoph und Begründer der Mādhyamaka-Schule des Mahāyāna-Buddhismus. Sein Hauptwerk Mūlamadhyamakakārikā entwickelt die Lehre der Leerheit (Śūnyatā) und machte ihn zu einem der einflussreichsten Denker in der Geschichte des Buddhismus. Er wird in Tibet als zweiter Buddha verehrt.

Text Wikipedia Bild Tsapa Namgyal, vergoldete Bronze, ca. 1650 — Public Domain, Walters Art Museum via Wikimedia Commons

Das Entstehen in gegenseitiger Abhängigkeit — das ist es, was wir Leerheit nennen.

Nāgārjuna Mūlamadhyamakakārikā 24.18 (dt. nach Weber-Brosamer & Back, Die Philosophie der Leere, 2005)

Alles ist möglich, wenn Leerheit möglich ist. Nichts ist möglich, wenn Leerheit unmöglich ist.

Nāgārjuna Mūlamadhyamakakārikā 24.14 (dt. nach Garfield/Siderits & Katsura)

Es gibt nichts, was das Saṃsāra vom Nirvāṇa unterscheidet, und nichts, was das Nirvāṇa vom Saṃsāra unterscheidet.

Nāgārjuna Mūlamadhyamakakārikā 25.19–20 (dt. nach Weber-Brosamer & Back, 2005)

Bei der Verkündigung des Dharma stützt sich der Buddha auf zwei Wahrheiten: auf die weltliche verhüllte Wahrheit und auf die Wahrheit im höchsten Sinne.

Nāgārjuna Mūlamadhyamakakārikā 24.8 (dt. nach Weber-Brosamer & Back, 2005)

Diejenigen, für welche die Leerheit eine feste Ansicht ist, wurden für unheilbar erklärt.

Nāgārjuna Mūlamadhyamakakārikā 13.8 (dt. nach Weber-Brosamer & Back, 2005)

Alle Dinge sind ohne Eigensein, weil man an ihnen Wesensveränderung sieht.

Nāgārjuna Mūlamadhyamakakārikā 13.3 (dt. nach Weber-Brosamer & Back, 2005)