Das Leben ist so. Der Tod ist so. Vers oder nicht Vers, wozu so viel Aufhebens?
Der Tod ist keine Niederlage — er ist Teil des Lebens. Der Buddhismus begegnet ihm mit einer Offenheit, die, wer sich darauf einlässt, als zutiefst befreiend erlebt.
Abschied und Tod sind nur andere Worte für Neuanfang und Leben. Alles was du zurücklässt findest du in einer anderen Form immer wieder.
Wasser erstarrt zu Eis, Eis schmilzt zu Wasser. Was geboren ist, stirbt wieder; was gestorben ist, lebt wieder. Wasser und Eis sind letztlich eins. Leben und Tod, beides ist gut so.
Wer andere durchschaut, ist klug. Wer sich selbst aber durchschaut, ist weise. Wer andere bezwingt, beweist Kraft. Wer sich selbst bezwingt, beweist Mut. Wer Herr seinen Tuns ist, ist willensstark. Wer zufrieden bleibt, ist reich. Wer auf seinem Platz beharrt, ist standhaft. Wer aber im Tod besteht, der lebt wahrhaftig.
Im Schrecken des Todes zog ich mich in die Berge zurück — immer wieder meditierte ich über die Ungewissheit der Todesstunde und ergriff die Festung der todlosen, unveränderlichen Natur des Geistes. Nun ist alle Todesfurcht überwunden.